Da auf dem Sportplatz aktuell wenig läuft, beantwortet Andreas mal ein paar Fragen 😀

 

1.  Andreas, was hast Du mit Fußball am Hut?
Tatsächlich habe ich vor vielen Jahren viele Jahre aktiv Fußball gespielt. Über die Kreisgrenzen hinaus musste ich dabei aber nie fahren. Ich habe dann irgendwann Familie und Sonntage auf dem Platz nicht mehr vereinbaren wollen und daher seit über 20 Jahren eine Fußballpause eingelegt. Meine schwarz-weißen Fußballschuhe stehen allerdings geputzt im Keller.

2. Bezogen auf Deinen Alltag, welche Stellenwert hat der Sport, insbesondere der Fußball insgesamt für Dich?
Sport hat gedanklich einen großen Stellenwert. Vielleicht rede ich es mir aber auch selber nur ein. Punktuell bin ich immer mal wieder dabei und fahre mit dem Fahrrad, laufe ein paar Kilometer. Die Kontinuität fehlt. Daran möchte ich arbeiten. Beim Fußball auf dem Sofa vor dem Fernseher bin ich regelmäßiger. Noch!

3. Welche Rolle und Aufgabe hat aus Deiner Sicht ein Verein für das Dorfleben?
Vereinsleben ist ein Treffpunkt, ein Austausch. Etwas, was man gerne genießen darf. Wenn man davon spricht „es gibt ja nichts“ dramatisiert jeder mal gerne. Persönliche Treffen im Dorf können Dir bei passendem Blickwinkel alles geben. Und das ist ziemlich viel und ist wertvoll. Jetzt geht es mit Weisheiten los 🙂

4. Woher kennst du den VfB Hemeringen?
Bis eben wusste ich nicht, dass es sich um den VfB handelt. Ich wohne in Herkendorf und kann im Garten die Rufe auf dem Sportplatz hören. Beruflich habe ich mit Eugen und Helge zu tun. Das sind die Magneten.

5. Du holst gelegentlich über Kilometer hinweg (ca. 7 km) Deine Brötchen zu Fuß aus Hemeringen. Weshalb hast du den Weg auf den Sportplatz bisher nicht wiedergefunden?
Den Weg zum Sportplatz des VfB bin ich schon mehrfach mit dem Rad gefahren. Habe auch im letzten Jahr noch das Training auf dem unteren Platz gesehen. Heißt er „unterer Platz“? Auf den Platz zurück ist für mich für dieses Jahr vorgemerkt.

6. Von Deinen bisherigen Kontakten/Erfahrungen mit dem Verein ausgegangen. Wofür steht der Verein deiner Ansicht nach bzw. was ist Dir besonders positiv in Erinnerung geblieben?
Vereine bieten Geselligkeit und die Möglichkeiten zum Dialog. Er ermöglicht eine Zugehörigkeit einschließlich der damit verbundenen positiven Emotionen. Wer sich wohl fühlt, der ist kreativ und wird sich gestalterisch einbringen. Ich denke, vieles wonach ein Mensch strebt kann hier gefunden werden.

7. Ist Dir der Verein ggfs. negativ in Erscheinung getreten?
Ein Verein an sich ist an sich ein unschuldiges Gebilde, daher möchte ich nicht dahin kommen, mit dem Finger zu zeigen. Wenn sich jeder darüber bewusst ist, dass Gram und Groll hier dem eigentlichen Gedanken widersprechen, dürfe ein Verein, auch wenn es mal zu Konflikten kommt, nie negativ dastehen. Menschen (Vereinsmitglieder) und ihre veränderbaren Blickwinkel tragen die Verantwortung. Anmerkung: Verantwortung übernehmen und Schuld an etwas sein sind nicht dasselbe. Jetzt schweife ich langsam ab in die Gestaltung.

8. Was könnte der Verein Deiner Meinung nach tun um für Außenstehende attraktiver zu werden?
Mir fällt dabei sofort ein: Weitestgehend verhindern, dass es Außenstehende gibt.

9. Was glaubst Du warum Finn Hoppe, Samuel (Anm. d. Red. Potentieller junger Herrenspieler :)) bisher nicht überreden konnte zum VfB zu wechseln?
Die beiden sind lustige junge Typen und passen überall hin. Alles geht irgendwie seinen Weg. Samuel fühlt sich anscheinend wohl in dem Verein, für den er spielt. Er ist mit seinen Mitspielern über Jahre zusammen und es sind Freundschaften dadurch entstanden. „Man hat seinen Platz“. Das ist zum jetzigen Zeitpunkt wohl ausschlaggebend. Eine Momentaufnahme.

10. Was müsste passieren, damit Du in der Altherren bzw. Altsenioren nochmal die Schuhe schnürst?
Ich warte auf die Möglichkeit zum Training beim VfB. Mal schauen, was noch geht.

11. Wie hat Dir das Interview gefallen und was möchtest du den Mitgliedern des Vereins mit auf den Weg geben?
Ich denke, Weisheiten habe ich oben ausreichend zum Besten gegeben. Vielleicht etwas für alle Wege. Das Interview tat mir gut. Ich beschäftigte mich aus mir raus mit dem Umfeld und kritisch mit meiner Sicht auf die Dinge. Lasst uns weiterhin über die Themen sprechen.